Sie sind hier

Interview mit W. Schütz

Interview mit Winfried Schütz zum 25-jährigen Firmenjubiläum

Ein Vierteljahrhundert ist es schon her: 1990 wurde die DEGUMA-SCHÜTZ GmbH gegründet. Mittlerweile hat sich das mittelständische Unternehmen mit Sitz in Thüringen international einen Namen gemacht und ist als führender Anbieter von Neu- und Gebrauchtmaschinen für die Kunststoff und Gummi verarbeitende Industrie und damit verbundenen Dienstleistungen bekannt. DEGUMA hat mittlerweile Maschinen in über 30 Länder verkauft.

Im Interview mit Firmengründer Winfried Schütz lassen wir die vergangenen 25 Jahre Revue passieren.

Herr Schütz, die Geschäftstätigkeit von DEGUMA ist sehr spezifisch, wie kamen Sie auf die Idee und wie haben Sie es geschafft, sich international zu etablieren?

Wir haben ursprünglich Personen-und Lastenaufzüge gebaut. Dieser Markt wurde durch große internationale Firmen dominiert und ich suchte eine Marktlücke die von großen Firmen nicht besetzt werden konnte und kann. Im Bereich Gebrauchtmaschinen für die Gummi- und Kunststoffverarbeitung habe ich diese Lücke gefunden, hier werden hohe Flexibilität, ein breites Fachwissen über verschiedenste Maschinentypen und schneller Service benötigt. In dieser Marktnische sind wir auch noch heute international führend. Ein sogenannter Hidden Champion.

Und was war der Schlüssel zum Erfolg?

Qualitativ hochwertige Arbeit, gutes Marketing und Beharrlichkeit in der Kundensuche. Außerdem schnelle Reaktion bei Problemen, gepaart mit lösungsorientiertem Handeln.

Aus welchen Bereichen kommen Ihre Kunden und wie erlangen Sie das nötige Fachwissen?

Unsere Kunden sind z.B. Hersteller technischer Gummiwaren wie Dichtungen, Gummi- Metall-Verbindungen oder Profile, Produzenten von Polyurethan-Formteilen oder Förderbändern, Folien und Kabeln. Wir haben fundiertes Fachwissen, durch die Nähe zum Kunden, regelmäßige Fortbildungen, gute Fachliteratur, aber auch durch die Erfahrungen in der täglichen Praxis, über Jahre hinweg aufgebaut.

Wie schafften Sie es, sich immer wieder auf die richtigen Trends oder Entwicklungen zu verlassen?

Wenn man Branche und Kunden im Blick hat, sieht man genau wo die Reise hingeht und lernt dadurch auch zu unterscheiden ob eine Neuheit wirklich Bestand hat oder nur eine vorübergehende Modeerscheinung ist. Wir halten immer engen Kontakt zu unseren Kunden und hören genau hin, welche Bedürfnisse sich entwickeln. Dazu zählt heutzutage z.B. das Thema Nachhaltigkeit oder kurze Lieferzeiten.

Welchen Stellenwert nimmt das Thema Qualität heute für Sie ein?

Qualität hat Priorität Nr. 1, um sich am Markt zu halten, das hat gerade die Wirtschaftskrise wieder gezeigt. Sowohl im Service, als auch bei der Überholung der Maschinen ist Qualität wichtig. In unserer Branche werden Maschinen oft Jahrzehnte ein- und großen Kräften ausgesetzt. Durch sehr gute Qualität behalten diese Maschinen ihre Wertigkeit auch für lange Zeiträume. Der Kunde erinnert sich immer wieder an die Namen welche diesen Anspruch erfüllen. Wir haben z.B. gerade eine Auma (Automatischen Mattenvulkanisieranlage) eines bekannten deutschen Herstellers aus dem Jahr 1931 verkauft.

Und was hat sich Ihrer Meinung nach in den letzten 25 Jahren verändert?

Heute reicht es oft nicht mehr nur mit Maschinen zu handeln oder sie im Ist-Zustand weiter zu verkaufen. Viele Kunden wollen Umbauten und Modernisierungen nach ihren Bedürfnissen. Gerade was Energieeffizienz betrifft, wollen die Kunden heute neue Technik, also neue Motoren und Steuerungen, haben. Unsere Expertise in diesen Bereichen sichert uns heute einen Wettbewerbsvorteil. Allgemein ist der Wettbewerb größer geworden, durch die Digitalisierung werden Angebote innerhalb eine Tages erwartet. Man kann aber auch Informationen wie Fotos oder Videos innerhalb von kurzer Zeit austauschen oder Maschinenstörungen weltweit analysieren.

Stichwort Innovationen. Was verrät uns diesbezüglich der Blick in die Zukunft?

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit werden auch weiterhin wichtige Punkte sein. Dem tragen wir z.B. mit hocheffizienten Motoren, die bis zu 30 % Energie sparen können, Rechnung. Bei der Wiederverwendung von Maschinen und Maschinenteilen liegt Nachhaltigkeit im Kern der Sache. Außerdem ist Arbeitsschutz ein wichtiges Thema geworden. Hier gibt es diverse Möglichkeiten vorhandene Maschinen mit Sicherheitseinrichtungen nachzurüsten.

Wie werden die nächsten Jahre für DEGUMA aussehen?

Aufgrund internationaler Entwicklungen kann man die Zukunft heute noch weniger vorhersagen, als je zu vor. Aber ich bin zuversichtlich und gehe davon aus, dass wir noch mindestens 25 weitere Jahre bestehen werden. Dazu haben wir auch schon unsere Tochter, Viktoria Schütz, als Prokuristin eingesetzt. Ich freue mich darauf, zusammen mit all unseren Mitarbeitern weiter an unseren Visionen zu arbeiten und uns den kommenden Herausforderungen zu stellen. Dabei stehen die Bedürfnisse unserer Kunden nach wie vor an vorderster Stelle.

 

 

Zurück