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Stockblender

Der Mischvorgang auf einem Walzwerk erfolgt meist diskontinuierlich und die Qualität der fertigen Mischung ist in großem Maße von der Sorgfalt und der Erfahrung des Bedieners abhängig. Darum hat man schon früh versucht, diesen Mischvorgang soweit wie möglich zu automatisieren. Als Ergebnis dieser Überlegungen und Versuche wurde eine Vorrichtung für Walzwerke entwickelt, die in den englischsprachigen Ländern unter dem Namen „stock blender“ bekannt geworden ist. Auch im deutschsprachigen Raum hat sich dieser Begriff etabliert und zwar mit der Schreibweise „Stockblender“.

Aufbau Stockblender

Der Stockblender besteht im Wesentlichen aus zwei Walzen, die die gleiche Breite haben wie die Mischwalzen des Walzwerks, sie sind aber im Durchmesser deutlich geringer ausgeführt. Diese beiden Walzen sind vertikal und leicht versetzt oberhalb der Arbeitswalze angeordnet. Die untere der beiden Walzen wird meistens durch einen stufenlos regelbaren Antrieb in Rotation versetzt, die obere der Walzen hat die Funktion einer Andrückrolle. Zur Arbeitsseite hin ist horizontal ein Paar Materialführungsrollen angebracht, das über ein separates Antriebssystem seitlich in beide Richtungen verfahrbar ist.

Funktion Stockblender

Wenn sich auf dem Walzwerk nach Zugabe aller Materialien in die Mischung, auf der Arbeitswalze ein zusammenhängendes stabiles Gummi-Fell gebildet hat, schneidet der Bediener dieses auf und bringt das Gummi-Fell mit einem geschickten Wurf zwischen den Materialführungsrollen über die angetriebene Blenderwalze. Nachdem das gelungen ist, wird die Andrückrolle die im Ruhezustand von der Blenderwalze abgehoben ist wieder an diese angelegt. Bei modernen Stockblendern geschieht dieser Vorgang in der Regel durch eine pneumatische Einrichtung. Das Gummi-Fell wird jetzt bis zum Trennen von der Arbeitswalze abgezogen und läuft über die Blenderwalze, welche das Gummi-Fell auf der Rückseite des Stockblenders dem Walzenspalt der Mischwalzen wieder zuführt. Nun wird der Verlegeantrieb der Führungsrollen (auch Wig-Wag genannt) gestartet. Durch die, über die gesamte Breite der Arbeitswalze hin- und hergehende Bewegung der Führungsrollen wird ohne weiteren Eingriff des Bedieners das Walzfell in einem stetigen Vorgang deformiert und so gleichmäßig und intensiv durchgemischt. Nach Ablauf einer festgelegten Mischzeit oder auch Anzahl an Verlegungen, wird das Fell vom Blender abgeschnitten und kann dann wie üblich in Form von Platten oder Puppen von der Arbeitswalze abgenommen werden.

Die wesentlichen Vorteile des Arbeitens mit einem Stockblender am Walzwerk sind:

  • die schnelle und intensive Durchmischung und die dadurch erreichte Homogenität des Batch.
  • die effektive und schnelle Abkühlung der Gummimischung
  • Aufnahme einer größeren Menge Gummimischung auf dem Walzwerk

Weitere Informationen zum Thema Walzwerk.

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Zuletzt aktualisiert am 31.05.2019 von Viktoria Schütz.

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