4-Tage-Woche bei DEGUMA
Seit April 2023 testen wir als Maschinenbauer die 4-Tage-Woche. Ursprünglich sollte der Test, in Begleitung der Technische Universität Ilmenau/InnoFARM Thüringen, 6 Monate gehen. Danach wollten wir entscheiden, ob wir sie beibehalten oder nicht. Kurz vor Ablauf der 6 Monate, haben wir gemerkt, dass die Zeit noch nicht gereicht hat, um ein endgültiges Urteil zu fällen. Die Kennzahlen sind nicht eindeutig und teilweise noch nicht messbar. Z.B. weil die Termintreue in 6 Monaten nicht messbar ist, wenn die Lieferzeit bei 9-12 Monaten liegt und Krankheitstage im Sommer meistens sowieso niedriger sind als im Winter.
Aber wir sehen viele Vorteile und deshalb verlängern wir den Test um 6 Monate bis Ende März 2024:
✅ Team ist ausgeglichener
✅ Stimmung ist positiver
✅ Schwächen und Potenziale werden sichtbar und können so bearbeitet werden
✅ Positive Sichtbarkeit als Arbeitgeber steigt merklich
Für Interessenten der Ergebnisse veranstalten wir nach Ablauf der 12 Monate und der finalen Auswertung ein Webinar. Interessenten können sich hier unverbindlich anmelden.
Ist DEGUMA trotzdem an allen Tagen erreichbar?
Ja, wir haben uns dafür entschieden, weiterhin an allen Werktagen für unsere Kunden erreichbar zu sein. Deshalb bleibt das Unternehmen an allen Werktagen besetzt. Ein Teil des Teams hat montags frei, der andere freitags.
Wieso macht DEGUMA das?
Es ist schon länger bekannt, dass Menschen in einer 40 Stunden-Woche nicht am produktivsten arbeiten. Mittlerweile gibt es viele Studien, die besagen, dass die Produktivität eines Unternehmens nicht sinkt, wenn man Arbeitszeit reduziert und Mitarbeiter langfristig zufriedener und gesünder sind. Da wir seit 2019 mit neuen Arbeitsmethoden arbeiten, war es für uns nur folgerichtig, nun diesen Schritt zu gehen.
Wird dann 40 Stunden an vier Tagen gearbeitet?
Nein, wir haben uns bewusst dagegen entschieden, die Arbeitstage noch länger zu machen. Wir arbeiten pro Tag 8,5 Stunden. Das war aber vorher auch schon so. Vorher hatten wir dadurch einen kurzen Freitag. Eine Vollzeitstelle liegt nun bei 34 Stunden, eine Teilzeitstelle arbeitet entsprechend prozentual weniger.
Verdienen die Team-Mitglieder dann auch weniger?
Nein, wir zahlen weiterhin 100 % des Gehalts.
Kommt es dann nicht zu Überstunden?
Diese Befürchtung gibt es. Wir haben in Workshops Konzepte und Lösungen entwickelt, für alle Fallstricke, die wir vermuten, damit es nicht zu Überstunden und anderen Problemen kommt.
Es ist eine Herausforderung, das alles zu planen und sich in seiner Arbeitsweise umzustellen. Wir verfolgen aber fortlaufend mit Befragungen und Kennzahlen, wie das Unternehmen dasteht und wie zufrieden alle Team-Mitglieder sind. Läuft der Test gut, werden wir sehr wahrscheinlich bei einem alternativen Zeitmodell bleiben.
Regelmäßige Updates zum Verlauf gibt es auf Instagram und Facebook.