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New Work, agiles Management, flexibles Arbeiten

Geisa – Früher undenkbar, heute ist es eine Frage, die sogar die Wissenschaft beschäftigt: Wie kann das Arbeitsleben auf die eigenen Interessen und Werte abgestimmt werden? Die Technische Universität Ilmenau erprobt zusammen mit drei Unternehmen aus Geisa, Krauthausen und Waltershausen neue Formen der Arbeit.

New Work, agiles Management, flexibles Arbeiten – Es gibt viele neue Stichwörter, die heutzutage in der Berufswelt kursieren. Was alle vereint, ist das Ziel, die berufliche Tätigkeit mit den persönlichen Interessen und Bedürfnissen der ArbeitnehmerInnen in Einklang zu bringen. Die Herausforderung in der heutigen Zeit liegt insbesondere in der Vereinbarkeit von Kindererziehung, Pflegezeit oder der Verfolgung persönlicher Interessen mit den beruflichen Anforderungen. Gerade strukturschwachen Regionen bietet der New Work-Ansatz neue Möglichkeiten zur Mitarbeitergewinnung und -bindung. 

Wie genau das Thema New Work in Unternehmen umgesetzt werden kann, erforscht die Technische Universität Ilmenau zusammen mit den drei Partnerunternehmen DEGUMA-SCHÜTZ GmbH, ein Maschinenbauunternehmen aus Geisa/Rhön, LINDIG Fördertechnik GmbH aus Krauthausen und SEALABLE Solutions GmbH aus Waltershausen. Sie sind Teil des Projekts „InnoFARM“. Innerhalb der nächsten drei Jahre testen die MitarbeiterInnen der Projektpartner neue Formen der Arbeit als Pilotprojekte im eigenen Unternehmen. Die TU Ilmenau begleitet diese neuen Arbeitsprozesse und die notwendigen Umstrukturierungen in den Unternehmen und wertet die Ergebnisse wissenschaftlich aus.

„Es ist einfach an der Zeit, dass die Menschen und ihre Persönlichkeit im Zentrum der Arbeitsabläufe stehen und althergebrachte Prozesse und Strukturen, die maßgeblich durch die Industrialisierung geprägt wurden, überdacht werden. Bereits 2019 haben wir uns auf den Weg gemacht, neue Formen der Zusammenarbeit einzuführen. Gerade deshalb sind wir stolz, nun Teil von InnoFARM zu sein. Durch die wissenschaftliche Begleitung und die Förderung haben wir noch mehr Spielraum, Arbeitsformen zu testen. Das Ergebnis zeigt nachher schwarz auf weiß, was davon auch einen wirtschaftlichen Mehrwert bringt“, erklärt die Geschäftsführerin der DEGUMA-SCHÜTZ GmbH Viktoria Schütz.

Projekt bei DEGUMA wird vom BMBF gefördert.

Das Besondere bei „InnoFARM“ ist der interaktive Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft. Die Pilotprojektewerden gemeinsam mit den Partnerunternehmen reflektiert und weiterentwickelt. Mithilfe der wissenschaftlichen Auswertung können im Anschluss an das Projekt „InnoFARM“ die erfolgreichsten Arbeitsformen anderen kleinen und mittelständischen Unternehmen aus der Region zur Verfügung gestellt werden. „InnoFARM“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Weiter Informationen zu InnoFARM: www.innofarm-thueringen.org.

 

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